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+++ Lesenacht : Stefan Schwarz, Ahne, Kirsten Fuchs, Jochen Schmidt und andere MAGAZIN-Autoren live in Leipzig erleben. Freitag, 19. März, ab 20.30 Uhr in der Schaubühne Lindenfels, Karten: 0341/ 484620 oder www.schaubuehne.com +++
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+++ DAS MAGAZIN auf der Leipziger Buchmesse. 18.-21. März, Halle 5, Stand D 306 +++
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Fotografie
Tyrannei
Der Kommentar des Fotografen Edmund Piper zu seinen Bildern von Gefängnissen erschöpft sich in einem einzigen Zitat, aber das hat es in sich. Piper spricht mit Michel Foucault und beschreibt, dass das »Faszinierende von Gefängnissen« darin bestehe, dass sich »die Gewalt nicht verbirgt, nicht maskiert, dass sie sich als eine bis in die letzten Details ausgeklügelte zynische Tyrannei darstellt« und dass sie andererseits vollkommen »gerechtfertigt« ist. Da sie in eine Moral eingebettet sei, ist diese »Tyrannei die ungetrübte Herrschaft des Guten über das Böse, der Ordnung über die Unordnung«. Und in diesem Sinne muss man dann wohl auch Edmund Pipers Außenansichten deutscher JVAs (von Stammheim bis Hamburg Fuhlsbüttel) sehen.
Edmund Piper: »Der Himmel kann warten«, Walden Kunstausstellungen Berlin, bis 20.03., www.piper.at
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Früher, als in der Henrichshütte in Hattingen – einstmals eine der bedeutendsten in diesem Land – noch der Stahl gehärtet wurde, waren Helden nicht so rar gesät und kurzlebig wie heute; wahrscheinlich gehörte der eisenharte Mann am Hochofen auf seine Weise auch zu den Supermännern. Heute ist die Henrichshütte ein Industriemuseum, und in diesem wiederum widmet man sich nun eben jenem Thema – den Helden. Rund 850 Exponate erzählen Geschichten von Arbeitern und Unternehmern, religiösen Vorbildern, gefeierten Sportlern, von der Ritterrüstung bis
zur legendären Jacke von Tatort-Kommissar Schimanski.
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Nach den großen Erfolgen in den vergangenen drei Jahren steigt auch an diesem Buchmessen-Freitag (19. März 2010) die lange MAGAZIN-Lesenacht in der Schaubühne Lindenfels. |
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Heiligenverehrung sieht eigentlich anders aus: Claudia Rößger spielt mit Zwergen, Zwitterwesen, Mensch-Tier-Kreaturen und anderen »unbefangen reduzierten Gestalten«. Die sind zwar nicht vordergrü̈ndig ver-
ehrenswert, aber man darf über sie ohne Zweifel staunen. Figuren, die sich in Proportion und Ausdruck dem gängig Schönen, Harmonischen und elegant Ästhetischen verwehren und stattdessen ihre Makel zur Schau stellen. Aus welchen Welten Claudia Rößger sie
heraufholt, verschweigt sie nicht. Da ist Folklore, etwa die slawische oder die nordische, aus deren Kostü̈mfundus und den ü̈berlieferten Attributen aus Sagen und Mythen sie ihre Geschöpfe zusammenbaut.
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Toni Mahoni ist Berliner, und das hört man. Dem einen oder anderen ist er bereits durch sein Video-Tagebuch bekannt, das er direkt aus dem Wohnzimmer hinaus in die Netzwelt sendet. Und jetzt erscheinen zeitgleich seine gesammelten Abenteuer als Buch und Hörbuch unter dem Titel »Gebratene Störche« und auch gleich noch die CD »irgendwat is immer«. Musik und Text erzählen von Freundschaft, Schlachtfesten, Aushilfsjobs, Liebesmüh und -leid, das Ganze gewürzt mit kulinarischen Abenteuern, denn Mahoni ist bekennender Fleischgenießer. Er lädt uns dahin ein, wo es immer am schönsten ist – zu sich nach Hause, entspannt auf einen Kaffee, eine Zigarette und zwei oder drei Geschichten.
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Die Ausgabe 3/2010 gibt es jetzt am Kiosk. |
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